Freitag, 26. Januar 2007

11. Kapitel

Bären. Eine eigenwillige Unterart der im häuslichen Gebrauch geschimpften Biberratten. Solche lieben es zu baden, waschen und einfach das Spiel mit dem Wasser zu vollführen. Ganz frei. Juppeidie und Juppeida, Wasser ist zum waschen da.
Arno, ein solcher jener Art, juchtelt zu der eingeladenen Nachmittagsveranstaltung.
Rammzammzammrammzammzamm... er biegt ein um die Kurve zu vollführen.
Dabei glaubt er sich unbeobachtet und vollführt nobelpreisverdächtige Kunststückchen.
Er macht einen Kopfstand auf dem Lenker. Dabei fährt er freihändig und springt gleichzeitig vom Moped ab und wieder auf. What a Multitalent sollte man nun denken. Dass Arno sich bei diesem Vorgang aber gekonnt auf die Fresse packt bleibt nicht ohne Folgen.
Die umstehenden Gafferiche und Gäffinnen gaffen Arno an. Arno hatte wohl Unrecht mit seiner Vermutung, dass er komplett unbeobachtet sei.
Er rappelt sich auf.
"Gehen sie bitte weiter. Hier gibt’s nichts zu sehen. Achtung Abstand halten. Gehen sie bitte weiter." Arno setzt sein schauspielerisches können in Szene und spielt Unfallopfer und Polizisten zu gleich. Diese recht unglaubwürdige Darstellung Arnos seiner selbst findet bei den Musen Anklang und diese honorieren weiteres mit Abklatsch und Zusammenpochen der Handinnenflächen.
Bärenmann Arno pfeift weiter und endet schliesslich in gesuchter Adresse mit Anschrift.
"Guten Tach. Ich wollte hier zur Party. Bin ich hier richtig?"
"Aber ja junger Bär. Trotten sie ein. Es ist gewiss noch Platz." antwortet eine schöne Prinzessin.
Arno ist verzaubert. Sie ist so schön. Und so reizvoll. Ihre langen, roten, fettigen Haare gleichen einem Berg ketchup-angereicherter Nudeln. So wunderschön.
Sie trägt einen postsackähnlichen Badeanzug. In farblicher Kombination mit den Loden ein absolutes Muss für jeden Partygänger und Langweiligauer.

Donnerstag, 25. Januar 2007

10. Kapitel

30 Tage reist Arno nun schon. Ihm kommt es vor, als wäre es schon ein ganzer Monat. Aber das täuscht wahrscheinlich. Mehrere dieser, aber auch optischer Täuschungen sind in den letzten Tagen an ihm vorbei geflogen, gefahren und gerungst. Je nach Lage.
Nun ist Arno schon 4 mal diagonal um den Globus geradelt, aber das gefunden, was er sucht, hat er immer noch nicht. Plötzliche Ströme in Arnos Kopfvermitteln ihm eine Nachricht.
"Verdammt, was hab ich eigentlich gesucht?"
Ohne Antwort reist Arno heim ins Reich der Kunststudenten und Innen, zu seinem schriftenüberwucherten Briefpapierempfänger.
Mehrere Mahnungen, Rechnungen und Strafzettel für unvorteilhafte Kleidung erreichten ihn in seiner Abwesenheit. Nachdem Arno seinen Fluch über die Interpol ("…die verraten auch Jedem Alles, oder?") für geschlossen befunden hat, greift er zum Hörer.
"Hallo?" Keiner dran. Aber es hat doch geschellt? Vielleicht an der Tür! Er sprintet zu ihr, öffnet sie und schließt sie und stellt fest, dass er vergessen hat, hinaus zu schauen. Er öffnet sie noch ein weiteres Mal. Keiner da. Aber es hatte geschellt. Wurzelpeter Arno schellt sich selbst eine.
"…Vielleicht kommt es daher?" Aber woher kommt dann das Schellen? Aus der Hand? Ein leises Gefühl der Angst überfällt Arno.
Dieses Verfliegt aber schnell bei der nächsten Öffnung eines Briefes.
Eine Einladung auf eine Poolparty.
"…Wunderbärchen. Billard…!"

Mittwoch, 24. Januar 2007

9. Kapitel

Sein Gefährt scheut. Es, das Gefährt, scheut wie ein Scheutentor. Fast himmelhoch jauchzt es der Springe entgegen, um im Abgrund des knietiefen Morasts zu rasten. Daher der Name Morast. Morast, triefend, nass, braun… Wie so vieles hat auch der volksmündliche Sumpf seine Vorteile. Man kann ihn spielend leicht einpacken und bei gegebenen Anlässen, wie zum Beispiel Familienfeiern, Beerdigungen, oder auf diamanten Hochzeiten wieder auspacken und vorführen.
Dies hatte Arno mit dem Morast inmitten eines Dickichts, namentlich erwähnt als "Taiga", nicht vor. Um genau zu sein wollte er nur eines. Raus aus dem Morast.
Arno ist im Moment nur auf der Flucht. Er kommt nicht zur Ruhe. Und nun hat er sich zu allem Überfluss auch noch verfahren. Wie sollte er nun verfahren?
Arno verfährt nach dem Prinzip der Prinziplosigkeit. Prinziplosigkeit ist eine Etikette der Einfalt. Lord Einfalt fällt also nichts ein. So bespringt er seinen Motorbock und reist weiter Richtung Süden.
Er lässt den Suez-Kanal links liegen. Einpacken und anschließend vorführen kann er ihn ja nicht. Weiter vorbei an den verschiedensten Kapitolen der verschiedensten Fahnenträgern reißt er hie und da mal ein Emu, um sich kurz darauf zu übergeben und sein eigenes Erbrochenes bei seiner Heimkehr einzufrieren und als fossiles, schollenähnliches Meeresgetier an den Mann zu bringen. Er besucht auch aus diesem Grund einige orientalische Orientmärkte, um die Konkurrenz "abzuchanceln" und seine Brechkünste auf den neusten Stand zu bringen, in Bezug auf Farbe, Form und Vielfältigkeit.

Dienstag, 23. Januar 2007

8. Kapitel

Um 7.
Verschlafen.
Arno schreckt auf. Er rennt die Treppe hinauf ins Bad und schreckt nochmals auf. Treppe sowie Bad sind nicht vorhanden.
Ein Vorhandensein besticht ja durch eine unbestechliche Bestechlichkeit.
Materie zeigt sich in seinen schönsten Farben.
Die Reflexion der selbigen am Gegenstand birgt wundersame Spektrenkonfigurationen. Arno kocht sich erst einmal einen Schreckungstee auf die Beruhigung.
Doch da schreckt er wieder auf. Er hat keinen Tee in der Höhle- geschweige denn Wasser, noch den benötigten H2O- Erhitzer.
Er entflieht.
Die Höhle macht ihm Angst. Ebenso sein, für Menschen immer noch lebensgefährdender Alkoholspiegel. Ein normaler Homo Sapiens Sapiens würde bei der Menge an Alkohol, die Arno sich selbst intervenös zugeführt hat, längst Blut und Eiter spucken.
Dessen ist sich Arno sicherlich bewusst, aber sein Vater war schon Spiegeltrinker. Und dessen Vater ebenso. Eine sogenannte Ethanol-Dynastie.
Arno ist sozusagen der Thronfolger der Ethanolisten,
2 Flaschen Korn später sitzt Arno schon wieder auf seinem Vehikel und schaukelt durch die, in seinen Augen, kunterbunte Welt der Tunnelblicke und Hirngespinnste. Arno ist im Alkoholwahn.
Arno denkt, er ist eine Flasche und versucht, sich selbst den Kopf abzudrehen, um sich einen großen Schluck aus seiner selbst zu gönnen.
Nun könnte man meinen, wie tief ist er nur gesunken. Aber das sollte man nicht, denn das würde Arno nur…um es gelinde zu sagen…weiter in die Scheiße reiten.
Der Harald Juhnke der Bären bleibt stehen. Er fragt sich, ob Kackarina ihn vermissen würde. "…Wenn ja…" dachte Arno "…dann bloß schnell weg von der ollen Tucke."

Montag, 22. Januar 2007

7. Kapitel

Nach stundenlangen Gefechten zwischen Drossel und Bär ist des Drosslerichs Haus kaum noch als Nest zu erkennen. Abgesehen davon, dass das Nest schon beim Eintritt des Bären erheblichen Schaden genommen hat, sieht es nun nur noch einem Stück Scherenschnitt aus Enddarmbroche aus.
"Sieh nur Arno, mein schönes Nest! Du hast es zerstört, jetzt habe ich nichts mehr. Das ist mein Ruin. Du hast mein Leben destroyed. Aber……… ich verzeih dir, weil ……….. wir sind ja Kumpels. Da bin ich nicht so."
Arno sagt nichts. Er hat Angst. Petz hofft, dass Kackarina keine Gegenleistung erwartet. Quasi als Entschuldigung.
Arno entschließt sich, lieber schnell die Flucht zu suchen, um sie, wenn er sie gefunden hat, zu benutzen, um zu flüchten. Arno findet die Gesuchte. Er flüchtet Richtung Süden. Vor ihm fährt eine Nase auf einer Vespa genau dieselbe Route wie Arno.
Arno befällt der Gedanke, er wird von der Nase verfolgt.
Nach einigen Überlegungen kommt er zu dem Schluss, dass er ja die Nase verfolgt, aber nicht weiß warum. EGAL:::::::
Immer der Nase nach.
Rehe ziehen vorbei.
Bäume, Häuser und Gebirge scheinen an Arno vorbeizufahren.
"…Aber die haben keine Ohren…!" denkt sich Arno. "…Also können sie auch keinen Fahrtwind hören und von daher sind sie fahruntüchtig!" Eine weise Entscheidung.
Durch die dichten Nebelschwaden erkennt der Nestdestroyer weiße Strände, schöne Mädchen und kleine rosa Ponys in Autoscootern…
"…?" denkt Arno, der auf seiner Flucht aus Angst vor Kackarina genug Alkohol getrunken hat, um die komplette US-Armee dazu zu bringen, nackt auf dem Brandenburger Tor "TV makes the Superstar" von Modern Talking zu performen.
Er vollführt eine Einkehr, um sich eine ruhige Minute zu gönnen und kommt schliesslich zu dem Entschluss die Nacht in einer Höhle zu verbringen. Er stellt den Wecker auf um 6.
"Ist wahrscheinlich besser so!"

Samstag, 20. Januar 2007

6. Kapitel

Und sie rülbst, börbst, röpst und scheißt. Sie kann keinerlei körpereigenen Laut bei sich behalten. Kackarina ist der wahre König der Verweltlichung von auditiven Ausgaben des Verdauungstraktes.

„Man hört ihn kacken bis in die Unendlichkeit!“, heißt es in einer weltlichen Sage und man muss wissen, an jeder Sage ist auch ein Funken Wahrheit.

In der westlichen Welt sieht man Rülpsen als niederste soziale Etikette eines Lebewesens an- Knatterina bestand auf „Meinungsfreiheit“.
mit offenen Armen, Mündern und Ärschen empfängt Kackarina Schissisnky seinen ehemaligen Busenfreund Arno.
„Hey Arno, alte Hippe, wie geht´s dir? Komm doch rein auf ´nen Tee!“
„Mh…ja…oder auch nein…Wie soll ich es sagen? Meine Mutter schickt mich…nein…ich denke…nein, das tue ich nie…ich will…“
„Komm rein. Wir gayn erstmal in die Küche und…*furz*…kochen uns ´nen Tee …**Schiss**.“
Die zwei süßen Boys spazieren hinein und versuchen, ihr jeweils nur sporadisch vorhandenes Intellektknäuel auszuquetschen über jegliche gemeinsame Erfahrungen aus dem Präteritum.
Sie quetschen, pressen, mürben und drücken ihre Windungen zu einem einzigen Klumpen Intelligenz zusammen, sodass sie trotz unermesslicher Zweifel Außenstehender zu einem klanghaften Ergebnis kommen.
Im Verlaufe des Abends bespannt Arno die Sehne des Konfliktpotenzialbogens mit einem Mahnpfeil, auf dessen Spitze geschrieben steht: „Mensch Kacke, alte Kotzbeule, geh doch ma zum Arzt. Dein Gereiher und Gescheiße den lieben langen Tag geht mir langsam aufs Gemächt.“ Diese zarte, aber klare Anspielung auf Kackarinas „Meinungsfreiheit“, wie sie selbst zu sagen pflegt, bringt sie zur körperlichen und geistigen Eskalation. Ein derartiger Angriff, der seinesgleichen selbst in heftigsten Zwiegestritten proletischer Art nicht findet, kann eine gemeine Rülpsdrossel wie Kackarina zur Entgleisung weichen.
Nun ist es nur Arnos Glück, dass er aus genetisch glücklicher, aber eher zufälliger Weise vom lieben Gott und seinen Eltern, die leider leider vor vielen Jahren zu Katzenfutter verarbeitet wurden, ein Bär ist.

„Der Rülpser ist ein Magenwind, der nicht den Weg zum Arschloch find´t.“

Freitag, 12. Januar 2007

5. Kapitel

Haare.
Vorne H, hinten aare.
Arno sitzt auf seinem Mobil. Er ist auf dem Weg zu einer guten Freundin.
Er schlenkert zwischen den Geweien, über die Schiene, am See, durch den Sack.
Eine Art Klassentreffen steht an. Früher beim Bund waren er und Kackarina " die olle Rülpsdrossel" in einer Kompanie, aber nie zusammen duschen. Denn Kackarina ist bumsschwul. Nachdem Arno seine Jungfräulichkeit bei der Musterung verloren hatte, war er gehemmt und hatte eine Bärenangst... Nun fragt sich Furzbommel Arno nach dem Weg durch, denn Kackarina "die olle Rülpsdrosse" ist stadtbekannt in jedem Land. Oha ein Paradoxon. Wölch Freude.
Arno fühlt sich sehr einsam auf seinem langen, beschwerlichen Weg.
Auf seiner Reise durchs abendliche Morgenland trifft Arno aber so manch geselligen Gesellschafter der ihm Gesellschaft leisten will. Aber Arno lehnt dankend ab, aufgrund der Tatsache, dass ältere Herren mit Trenchcodes, auf denen dass "Diensleistungen jeder Art, Inh. Frank Schmökel"- Namesschildchen blitzt, nicht sehr vertrauendserweckend sind, und man körperlichen sowie telepathischen Kontakt mit derartigen "Miss Gestalten" meiden sollte.
Auf seinem weiteren Weg bleiben ihm, an ihn gerichtete schmachtende Blicke einer japanischen Touristengruppe, einiger älterer Damen eines Boney M. Fanclubs und einiger junger Männer mit hautfarben farbigen Mützen, nicht verwehrt und so hebt er ab und an mal seine Linke um sie zu schwenken und zu schütteln um letztendlich zum finalen Schlag auszuholen.
Er empfindet die Reise als sehr angenehm und aufschlussreich über Kultur und Kontakte der veschiedenen, durchreisten Ländlichkeiten mit all ihren Gewalten, Brutalitäten und anderen landestypischen Spezialitäten und er ist glücklich nach schier jahrelanger Reise endlich das geheime Haus von Kackarina "der ollen Rülpsdrossel" erreicht zu haben.

Donnerstag, 11. Januar 2007

4. Kapitel

Man stelle sich nun einen Bären in der Größe eines Bären vor, der in front of a Einkaufsmarkt um Kleingeld, Honig und körperlich abhängig machende Drogen, wie Nasenspray oder Labello, bettelt.
Die rollbestuhlte Konkurrenz mit bösen Blicken kurzer Hand in die Flucht geschlagen, beginnt nun Arno seine Schnorrerei.
"Eine Spende für die Bären." blökt er. "Spenden Sie. Auch Bedürftige haben Bedürfnisse die einigem Bedarf bedürfen."
"Halt dein Maul du elende Sackpfeife und verpiss dich." bittet ihn eine betagte Schabracke freundlich aber bestimmt.
"Du dummer Hipprich was willst du denn? Kackst du mich an? Du hirngegartes Hortkind ich scheiß dir gleich in dein Nest...oder...oder, oder......oder auch NICHT!!!".
Damit wies Arno seine Widersacherin und folgende in die Schranken. Teilweise. Zum Teil. Bissl.
Arno erschnorrt sich infolge der konkurrenzlosen Konkurrenzlosigkeit Geld, Güter und Gedankengut und reist mit vollgepackten Taschen Richtung "neue" Heimat.
Arnos neue Heimat ist ein kleines Kunststudentendorf im Südkaukasus.
Dort fällt er kaum auf weil er ebenso lange Loden trägt wie die LangeLodenTrägerorganisation der Kunststudenten im Kaukasus (LLTogdKiK). Die "LLTogdKiK" ist eine Untergrundorganisation für Sandalenschmuggel und eine intellektuelle Hochburg der itelligenzlosen Intelligenzien mit teilweise scheinbar ordnungswidrigem, dem Dativ bezogenen, Braunhumor und Schale ohne Kern.
Arno lebt in diesem Dorf im Auftrag seiner Zeitarbeitsfirma. Er wurde von der Zeitarbeitsfirma als 3 Rubel- Jobber dem russischen Geheimdienst zugeteilt und streift in deren Auftrag durch die Botanik des botanischen Gartens in Botania um Ausserirdische, ganz normale Menschen, sowie höchst seltene Unterarten der Gattung Kunststudent zu beobachten und zu bespitzeln.
Arno fühlt sich aber sehr einsam. Er kann nur sehr chinesisch sporadisch oder umgekehrt hcsidarops hcsisenich.
Zwar steht in Meister Petz`s (mind the apostrophy) Lebenslauf 83 Fremdsprachen fließend sprechend, aber da hat er wohl geflunkert... der alte Lügenbold. (dass (mit doppel s) er gut lügen kann, hat er selbstverständlich aufgrund seines übermäßig hohem Inte-, Dia- und Spastolekt nicht in seinen Lebenslauf eingebaut).

Mittwoch, 10. Januar 2007

3. Kapitel

Arno schaut auf die Uhr. Es ist 15:15. Eine Schnapszahl. Da gibt es nur ein Problem.
Arno ist Antialkoholiker. Zudem kommt noch erschwerend hinzu, dass seine Flik- Flak 2 Stunden und 15 Minuten vor geht. Also ist seine Uhr immer eher da als er.
Das plötzliche hochfrequenze Schellen der Türbimmel reißt Arno aus den unendlichen Weiten der Zeiger und Gezeiten.
Er öffnet das morsche Wurmbrett, in Englisch "the door", und nimmt die Post entgegen… Man schlussfolgert, der Postmann hatte geschellt.
Gefolgert Schluss richtig. Dem sei so.
Bär Arno öffnet die Post ohne einen Spritzer Aufmerksamkeit mit dem Honigmesser. Wat fürne dumme Sau, könnte man meinen.
Der Inhalt der Post versetzt Arno in eine nicht sehr veränderte Stimmungslage.
Normalerweise ist Arno ein sehr geladener Bär. Er ist auf jeder Prooomi und VIP- Party geladen. Arno ist ein Business Bär.
Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung als Fachkraft für Einzel- und Kinderhandel kann Arno in seinem tabellarischen Lebenslauf auf zahlreiche Referenzen in diesen Bereichen zurückgreifen.
Aber im Moment ist Arno laut eigener Aussage gegenüber der Klatschpresse "freiberuflich".
Dies kann jedoch sehr unterschiedlich aufgefasst werden.
Entweder er hat immer frei und das ist sein Beruf, oder er ist von Beruf Freier oder ähnliches.
Keine dieser Mutmaßungen trifft jedoch auf unseren behaarten Freund zu.
Er ist ARBEITSLOS.
Im fernen Deutschland würde man ihn als Assi abstempeln, oder ihn zumindest so bezeichnen und ihn mit einer dazugehörigen abfälligen Miene plus Handbewegung in Tateinheit mit Körperverletzung und tätlichem Angriff vom Gehsteig fegen. Vollkommen legitim… könnte man meinen.

Dienstag, 9. Januar 2007

2. Kapitel

Aber Arno hatte es schwer.
Denn in Dessau ist es schwer sich als französischer Bär mit fantasiesprachigem Akzent durchzusetzen.
"Salut meisor, avais dug quel arsch wörklüsch?".
Kurz das Wörterbuch aufgeschlagen: "Hallo Frau Meisel, wie alt bist du denn wirklich?"
Dies war zu allem Überfluss auch noch das letzte, was man vor dem plötzlichen poloniumfreien Verschwinden von Arno gehört "hotte".
Es wurde gemunkelt, "Bärenpräsidentin Meisel" "hotte" sich gerächt für diese frewelhafte Anspielung für ihre krokodilsledernen Furchen in ihrem Angesicht und die Apothekenrundschau* in ihren Pranken.
Nun wird man sich sicherlich fragen dürfen, Arno was für eine göttlich wundersame Gestalt, wir vermissen ihn. Und die, bis zu den Knien in Tränenmumpe stehende Menge vollführt einen Trauertanz auf dem Marktplatz und schreit:
"Wo ist er? Unser Messias? Lasset uns ihn rufen!"
"MATHIAAAAAAAAAAAAS!!!"
RaMtAnDeR ZaMnAnDeR!

Ein greller Lichtschein erleuchtet des Henkers Wohnstube, die Garnitur wackelt, die Suppe läuft über, das Essen wird vor Schreck nicht kalt und er erscheint in seinem güldenen Gewand um zu Verkünden große Freud.
"Moinmoin üsch wor kurz bein Aldi de Salami wor olle, schmusste do no fix nieburns schpeeschn sunst kim die gonzen Juchntlischn und quatschn een an weeschn ä paar Pfenge. Also dann schbin wieder do, einfoch klingln wenn wos is".
Die Menge staunt nicht schlecht.
"Das is der Messias?"........................"Der?"........................"Mit däm Pulli der?"......................
Ja Messias Arni ist zurück die Welt zu beschützen vor mächtigen Entmachteten und historischen Historikern und für Recht und Ordnung zu sorgen.


*Diese "hotte" sie jedoch nur zur verschleierung um ihre Medizini herumgeschlagen damit niemand sehen könnte wie sie an dem "Verbinde- die- Punkte- und- es- kommt- ein- Bild- heraus"- Spiel jämmerlich scheiterte.

Montag, 8. Januar 2007

1. Kapitel

Eine autobiografische Erzählweise interkultureller Kampf- und Trinkkunst eines Bären.
4. April.
Arno sitzt am Frühstückstisch. Aber was tut er?
Er verzehrt ein Stück der Frühe. Er stückt immer sehr früh. Was für ein zeitloser Zeitgenosse. Aber Zeit ist sowieso relativ. Genau wie Schönheit.
Deshalb lässt Arno alle Uhren rückwärts laufen. Damit er ja nicht im Einklang mit dem Lauf der Dinge steht.
Er ist gern ungarische Salami. Arnosticus stolziert zum, in die lehmige Wand seines Erdlochs eingelassenen Kühlschrank denn ihm düngt, es sei noch ein Salami- Brickett in jenem. Doch die gesuchte Wurst mit S waagerecht war verschollen.
Somit konnte Arno sein Leibgericht, Salami mit Pappmasché und spreewälder Gürkchen zu seinem Nachteil leider nicht speisen.
Arno hat so einige Vorlieben mit denen sich seine Mitbären nicht abfinden konnten.
Der Knatterbär lies es sich oft nicht nehmen, nach der Arbeit bei der Tankstelle angeln zu gehen. In einer Kläranlage.
Da unser Bär schlechte Augen hatte und ihn der Kläranlagenwart nie darauf hinwies, dass mit doppel- s das mit einem s Angeln in der städtischen Kläranlage nicht gestattet ist, hielt ihn somit nichts auf, seiner Gewohnheit nachzugehn.
Nach dieser meist stundenlangen sektenähnlichen Prozedur besprang er mit Schwung sein Mobil und kreiste nach Hause in sein Erdloch. Sack-Gasse 3. .... So ein Sack.
Bären sind ja für gewöhnlich sehr ruhige Zeitgenossen. Arni, wie ihn seine Freunde nannten, genoss die ruhige Zeit ganz nach dem "Tiere, Bären, Kackvögel"- Naturführer, den er kurz zuvor auf einem jährlichen Jahrmarkt erworben hatte.

Intro

Dies ist der Blog über Arno den Bären.

Ich bitte um ausschliesslich positive Rückmeldungen.

Ahoi