11. Kapitel
Bären. Eine eigenwillige Unterart der im häuslichen Gebrauch geschimpften Biberratten. Solche lieben es zu baden, waschen und einfach das Spiel mit dem Wasser zu vollführen. Ganz frei. Juppeidie und Juppeida, Wasser ist zum waschen da.
Arno, ein solcher jener Art, juchtelt zu der eingeladenen Nachmittagsveranstaltung.
Rammzammzammrammzammzamm... er biegt ein um die Kurve zu vollführen.
Dabei glaubt er sich unbeobachtet und vollführt nobelpreisverdächtige Kunststückchen.
Er macht einen Kopfstand auf dem Lenker. Dabei fährt er freihändig und springt gleichzeitig vom Moped ab und wieder auf. What a Multitalent sollte man nun denken. Dass Arno sich bei diesem Vorgang aber gekonnt auf die Fresse packt bleibt nicht ohne Folgen.
Die umstehenden Gafferiche und Gäffinnen gaffen Arno an. Arno hatte wohl Unrecht mit seiner Vermutung, dass er komplett unbeobachtet sei.
Er rappelt sich auf.
"Gehen sie bitte weiter. Hier gibt’s nichts zu sehen. Achtung Abstand halten. Gehen sie bitte weiter." Arno setzt sein schauspielerisches können in Szene und spielt Unfallopfer und Polizisten zu gleich. Diese recht unglaubwürdige Darstellung Arnos seiner selbst findet bei den Musen Anklang und diese honorieren weiteres mit Abklatsch und Zusammenpochen der Handinnenflächen.
Bärenmann Arno pfeift weiter und endet schliesslich in gesuchter Adresse mit Anschrift.
"Guten Tach. Ich wollte hier zur Party. Bin ich hier richtig?"
"Aber ja junger Bär. Trotten sie ein. Es ist gewiss noch Platz." antwortet eine schöne Prinzessin.
Arno ist verzaubert. Sie ist so schön. Und so reizvoll. Ihre langen, roten, fettigen Haare gleichen einem Berg ketchup-angereicherter Nudeln. So wunderschön.
Sie trägt einen postsackähnlichen Badeanzug. In farblicher Kombination mit den Loden ein absolutes Muss für jeden Partygänger und Langweiligauer.
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