Freitag, 23. März 2007

16. Kapitel

Vollgepackt mit all den Sachen, die das Leben schöner machen, nimmt Arno die lange, beschwerliche Reise zur Arbeitsagentur auf sich. Eingetreten durch die menschenüberwucherte Drehtür, wünscht sich Arno bereits jetzt, dass im Wartezimmer ein Bett steht und ein Teller mit Trüffelkeksen.
Dem war natürlich nicht so, um eventuellen Wahnvorstellungen vorzubeugen.
Arno, ganz in schwarz, sieht eher aus, als würde er ein Vorstellungsgespräch bei einem Bestattungsunternehmen in Angriff nehmen wollen als auf der Suche zu sein, einen anständigen, deutschen, arischen Beruf aufzunehmen.
Arnos Vater, der leider noch zu Arnos Kindheitstagen tragischer Weise vom Blitz erstochen wurde, weil er sich an einem Stahlquader festhielt, hatte sich immer gewünscht, dass Arno Bäcker oder Maurer werden solle. Staturmäßig würde das natürlich auch hinkommen. Nur leider war Arno der Meinung er sei berufen zu singen.



Arno, ein klangvoller Name.
Seine Stimme, scheint eine Gabe
Wen stört schon sein dummes gehabe
Wenn er trällert uns in den schlaf.

Der Schnee, weich wie des löwen mähne
Straff wie des bogens sehne
Krumm wie des Arnos beene
Gehabt wart gewesen tun getan.

Dienstag, 20. März 2007

15. Kapitel

Wünsche und Hoffnungen Arnos in tabellarischer Form für zukünfitge Anstellungen:


Jacke
Hose
1
2
3
Hunger/ Essen
Viel Wurst
Wenig Gemüse
Kompott
Neue Hausschuhe
Bärinnen
Praktikantinnen
Das eine schließt das andere nicht aus!!!
Kaffeeautomat
Immer genügend Luftballons
Weit entfernt von Study- Village
Kurze Anfahrt
Hunger
Hunger
Geld
Hunger

Montag, 19. März 2007

14. Kapitel

Abgetrocknet und trockengesandstrahlt rungst Arno gen heimatliches Im- und Exmatrikulationantendorf. Auf der Reise durch die Gefilden des Gevatter Tod und Osama Bin Laden fällt ihm plötzlich ein, dass der Waschlappen ja noch hängt.
Runter damit. Rein in die Kiste.
Der Waschlappen Anjuschka sollte Jahre verschollen bleiben.
Das heime Reich betreten, greift Arno zum Glas. Normal.
Nach einer kurzen Spülung beschließt der Wannenbär die Zeitung zu lesen um zu sehen, was in seiner Abwesenheit vor sich gegangen ist.
Im Radio läuft Musik. Eher spielt sie. Sich in die Herzen. Der geneigten Zuhörer und Zuhörerinnen.
Es ist die Musiksendung "Klatsch im Takt". Dabei versagt Arno jämmerlich.
Er ist ein sehr taktloser Bär. Ein solch ungehobelter Hobler ist in der Gaysellschaft ein meist verkannter Punk. Dieses Wesen was sich im Vordergrund abspielt sei nicht erwünscht. Nach einer abgebrochenen Bäckerlehre und etlichen Praktika bei der Feuerwehr und im Geschirrspüler, als Tellerwäscher, sucht Arno einen richtigen Job.
Er sucht etwas, was ihn ausfüllt, was bei einer solch voluminösen Füllmenge sehr schwer sein sollte. Er brauch eine Erfüllung. Er möchte Menschen helfen und essen, er möchte einen Aufgabenbereich haben, aber trotzdem frei sein.
Ungeregelte Arbeitszeiten mit ständigen Pausenzeiten gepaart in Gehaltserhöhungssauce. Ein Schmaus wäre das. Leider liegt diese Konjunktivhoffnung wirklich nur in der Wunschform vor.
Der Konjunktiv, der Konjunktiv, der Spießer im Grammatikmief.

Dienstag, 6. März 2007

13. Kapitel

"Oh nein! Das ist die bösartige Währungsunion. Nein bitte lasst mir meine Taler. Nehmt meine Frauen und Schrägstrich oder meine Kinder oder den Hund aber nicht meinen werten Goldschatz."
Ein junger Elch, kaum älter als Arno, ist im Begriff völlig frei zu drehen.
Arno kann keinerlei Verständnis für ein solch frewelhaftes Verhalten aufbringen.
Auch wenn es im Realismus nur ein vorübergleitender Flugaal ist, hält niemand den klapprigen Elch davon ab, allen seine Sünden preiszugeben.
"Bitte verschone mich. Ich hab damals meine Schwiegermutter nicht mit Absicht angezündet. Es war ein Versehen. Wirklich."
"Schweig Still Jammerlappen." befahl Lord Einfalt Arno.
"Es sei dir verziehen. Nun verschwinde aus meinem Reich." Arno kann seine Stimme gottähnlich verstellen und mit einem Hall unterlegen. Er dachte immer, irgendwann würde es mal zu etwas nütze sein.
War es schließlich dann auch.
Den Elch in die Flucht geschlagen wankt Arno weiter Richtung Wasser.
Es sieht nass aus.
Eine kurze Berührung gewagt, die Erkenntnis gewonnen, dass es warm ist beginnt Arno mit dem Akt der Aus- und Ankleide der Streetwear und der Bademodenkollektion.
Arno findet, kein anderer Bär sieht besser aus als er. Speziell im Badeanzug.
Kurz abgeduscht hüpft Arno ins Wasser.
Plautz.
Arno schwimmt ein paar Runden, überholt einige male seine Prinzessin, grüßt bei jeder Vorüberfahrt nett und rettet sich letztendlich ans rettende Rettungsufer um einfach mal loszulassen. Von all den Reisestrapazen. Was hat er doch alles schon erlebt.
Arno ist viel herumgekommen. Aber er weiß, dass er das was er gesucht hat immer noch nicht gefunden hat, von dem er noch nicht weiß was es ist.

Montag, 5. März 2007

12. Kapitel

Die Fete ist in vollem Gangé. Viele der Besucher reichern ihr Blut mit Ethanol an.
"...Wenn die wüssten...wen sie hier vor sich haben...den Trhonfolger der Ethanoldynastie....haaaahaahaaaaaa...!" Arno gibt sich eine leichten Klapps um seine leicht geistfreien Gedanken zu bemühen die Ferne zu suchen.
Bowle, Punsch, Radebergée und andere legale Flüssigkeiten liegen auf dem Tisch bereit. Der Tisch ist der Tisch der zur Bereitlage der Getränke bereitsteht.
Quasi ein geständiges Geliege.
Arno betrachtet den Tisch. Er sieht traurig aus.
"Hey du kleiner Tisch was ist denn los?" fragt Arno, was ja vollkommen verständlich ist, da die, in Entenfüßchen eingesetzte Satzreihe mit einem "FRAGE"-zeichen endet.
"Meine Beine tun weh. Vom vielen Stehen. Ach mann. Ich kann nicht mehr" spricht der Tisch.
"Ach du Deckdicher, du hast ein schweres Leben. Aber der liebe Gott hat es so gewollt." spottet Arno weise obwohl er genau weiß, dass es nicht der liebe Gott war, sondern der Tischler.
Er gammelt vorwärts und kommt in den Poolbereich.
Arnos haariges Herz springt in die Höhe. Eine Walrutsche. Man schlüpft in die erhöhte Poperze hinein und gleitet durch den Dickdarm und springt vorbei am Gaumen wieder hinaus in die Freiheit. Nach 3 Stunden und vielerlei Beschwerden gegenüber dem Veranstalter, dass ein Bär die Walrutsche besetzt, gibt sich Arno zufrieden. Er besucht die Strandbar in der Küche und kredenzt sich einen Kirsch- Joghurt- Tee. Dieses heilsame Getränk geht durch den Magen wie warmes Wasser mit Geschmack. Plötzlich, verdunkelt sich der Himmel, es fängt an zu blitzen und zu donnern.



Krawamm Krummbumm.



Arno sieht sichtlich beängstigt aus.
Eine laute, einfühllose Stimme brüllt ihn unromantisch an: "Na Bär. Kackst du dir grad ordentlich ein?"