16. Kapitel
Vollgepackt mit all den Sachen, die das Leben schöner machen, nimmt Arno die lange, beschwerliche Reise zur Arbeitsagentur auf sich. Eingetreten durch die menschenüberwucherte Drehtür, wünscht sich Arno bereits jetzt, dass im Wartezimmer ein Bett steht und ein Teller mit Trüffelkeksen.
Dem war natürlich nicht so, um eventuellen Wahnvorstellungen vorzubeugen.
Arno, ganz in schwarz, sieht eher aus, als würde er ein Vorstellungsgespräch bei einem Bestattungsunternehmen in Angriff nehmen wollen als auf der Suche zu sein, einen anständigen, deutschen, arischen Beruf aufzunehmen.
Arnos Vater, der leider noch zu Arnos Kindheitstagen tragischer Weise vom Blitz erstochen wurde, weil er sich an einem Stahlquader festhielt, hatte sich immer gewünscht, dass Arno Bäcker oder Maurer werden solle. Staturmäßig würde das natürlich auch hinkommen. Nur leider war Arno der Meinung er sei berufen zu singen.
Arno, ein klangvoller Name.
Seine Stimme, scheint eine Gabe
Wen stört schon sein dummes gehabe
Wenn er trällert uns in den schlaf.
Der Schnee, weich wie des löwen mähne
Straff wie des bogens sehne
Krumm wie des Arnos beene
Gehabt wart gewesen tun getan.