Dienstag, 23. Januar 2007

8. Kapitel

Um 7.
Verschlafen.
Arno schreckt auf. Er rennt die Treppe hinauf ins Bad und schreckt nochmals auf. Treppe sowie Bad sind nicht vorhanden.
Ein Vorhandensein besticht ja durch eine unbestechliche Bestechlichkeit.
Materie zeigt sich in seinen schönsten Farben.
Die Reflexion der selbigen am Gegenstand birgt wundersame Spektrenkonfigurationen. Arno kocht sich erst einmal einen Schreckungstee auf die Beruhigung.
Doch da schreckt er wieder auf. Er hat keinen Tee in der Höhle- geschweige denn Wasser, noch den benötigten H2O- Erhitzer.
Er entflieht.
Die Höhle macht ihm Angst. Ebenso sein, für Menschen immer noch lebensgefährdender Alkoholspiegel. Ein normaler Homo Sapiens Sapiens würde bei der Menge an Alkohol, die Arno sich selbst intervenös zugeführt hat, längst Blut und Eiter spucken.
Dessen ist sich Arno sicherlich bewusst, aber sein Vater war schon Spiegeltrinker. Und dessen Vater ebenso. Eine sogenannte Ethanol-Dynastie.
Arno ist sozusagen der Thronfolger der Ethanolisten,
2 Flaschen Korn später sitzt Arno schon wieder auf seinem Vehikel und schaukelt durch die, in seinen Augen, kunterbunte Welt der Tunnelblicke und Hirngespinnste. Arno ist im Alkoholwahn.
Arno denkt, er ist eine Flasche und versucht, sich selbst den Kopf abzudrehen, um sich einen großen Schluck aus seiner selbst zu gönnen.
Nun könnte man meinen, wie tief ist er nur gesunken. Aber das sollte man nicht, denn das würde Arno nur…um es gelinde zu sagen…weiter in die Scheiße reiten.
Der Harald Juhnke der Bären bleibt stehen. Er fragt sich, ob Kackarina ihn vermissen würde. "…Wenn ja…" dachte Arno "…dann bloß schnell weg von der ollen Tucke."

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